Dinge des Wissens - Wachsabformungen - dem Menschen nah?

Wachsabformungen - dem Menschen nah?

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Besonders Studierende der Dermatologie müssen ihren Blick schulen, müssen Veränderungen der Haut hinsichtlich Form, Farbe und Stofflichkeit beschreiben, einschätzen und unterscheiden lernen. Die Moulagen, detailgetreue Wachsabformungen, kommen dem durch ihre Plastizität und Realitätsnähe entgegen.

In der ersten Hälfte des 20. Jh. stellten sie ein wichtiges Lehrmittel dar. Die Abformungen eines plastischen Negativs aus Gips für Moulagen wurden direkt am Patienten erstellt.

Neben der Darstellung des Krankheitsbildes vermittelt die Moulage die beeindruckende Nähe zum Patienten. Auch deswegen wurde sie in der Hygienebewegung zu einem nützlichen Aufklärungsobjekt, um z. B. vor der »Lustseuche« Syphilis zu warnen.

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